Lothar Matthäus: Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken!
Es ist schon etliche Tage her, dass wir hier aktiv über die EM berichtet haben. Wir überlegen nun, das ganze wieder aufleben zu lassen und in Zukunft eine solche Blogberichterstattung wieder aufzunehmen. Dazu suchen wir interessierte Mitstreiter, die bei der nächsten Weltmeister- oder Europameisterschaft wieder mitschreiben wollen. Wenn du also aus dem Sport-Umfeld kommst, sei es als Fan, Journalist oder Aktiver Spieler, dann schreib uns doch bitte kurz eine Nachricht, wir würden uns freuen. Auch Fotografisch wollen wir bei der nächsten Veranstaltung wieder einiges bieten, also sind auch die Knipser unter euch gefragt.
18. Januar 2012
von Sebastian
Die erste Welle der Niedergeschlagenheit hat sich gelegt, Zeit also für einen EM-Rückblick.
Wobei - so richtig niedergeschlagen war ich eigentlich nicht. Es kann ja schließlich auch mal der Bessere gewinnen. Und mal ehrlich - die Spanier haben eine fähige und vor allem sympathische Mannschaft mit hervorragenden Einzelspielern. Sie haben im Turnier nicht ein einziges Spiel verloren, haben hervorragenden Fußball gespielt und vor allem die schmierlappigen Italiener aus der EM gekickt. Und sie haben schon viel länger keinen Titel geholt als wir.
Die Deutschen haben sich dagegen so einige schlechte Spiele geleistet und das Finale nicht nur mit schönem Fußball, sondern vor allem mit Kampfgeist erreicht. Wenn man eine so junge Mannschaft ist, geht das manchmal nicht anders. Und dass die Kraft dann am Ende nicht reichte, war schade, aber auch ein bisschen vorherzusehen. Lass die Trainer mal schön mit der Mannschaft weiterarbeiten und Konstanz ins Spiel bringen, dann werden wir 2010 auch Weltmeister. Dann spielen wir nämlich immer so wie gegen Portugal. Geht ja auch nicht, dass sich der Herr Ballack zum Abschluss der Karriere immer noch keinen Pott in die Vitrine stellen kann.
In jedem Fall waren das richtig geile drei Wochen. Ich habe den Großteil der Spiele gesehen (auch, wenn ich gelegentlich mal eingeschlafen bin. Ähem.), und es graut mir jetzt schon vor dem Sommer 2009, in dem mich kein sportliches Großereignis aus der Lethargie der Bundesliga-Pause reißen wird.
Und zum Schluss noch ein Dank an all die Mädels, die die Besucherzahlen meines Blogs in den vergangenen 30 Tagen mit folgenden Anfragen haben in die Höhe schnellen lassen:
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Und sonst noch? Ach ja:
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So. Und jetzt nur noch 45 Tage bis zum Bundesliga-Start.
(Hat übrigens noch jemand ein Duplo-/Hanuta-Bild von Herrn Köpke?)
(Beitrag aus dem EM-Blog.)
01. Juli 2008
von Kirsten
Hm.
Traurig.
Aber: Glückwunsch, Spanien! Von Herzen. Gutes Team!
Und Deutschland: Finale erreicht, Kopf oben behalten. Miesepetern gezeigt, wo’s langgeht. In zwei Jahren dann Weltmeister!
Ich jetzt müde, ich jetzt Bett. Erledigt.
30. Juni 2008
von Kirsten
Ja gut, ich sach ma - das Halbfinal-Spiel gegen die Türken gestern hatte zwei verschiedene Halbzeiten. Zumindest für mich.
Erste Halbzeit: Rudelgucken auf dem Lippstädter Rathausplatz.
Vorteile: Man fühlt sich beim Rumbrüllen nicht so allein. Es ist nicht peinlich, die Nationalhymne zu singen.
Nachteile: Man wird beim Betreten des Geländes kontrolliert und muss seltsame Fragen beantworten (”Hast du nen Deo in der Tasche?”). Neben einem steht ein knutschendes Pärchen, dessen weiblicher Teil einem dauernd den Rucksack in den Rücken rammt. Man sieht nichts vom Spiel, weil 1,80 m heutzutage doch eher klein sind und alle anderen vor einem 3,20 m große hyperaktive Rumhopser sind. Das Bier kostet Geld. Die anderen Leute riechen sehr streng (kein Wunder, denn das Deo mussten sie ja offenbar am Eingang abgeben). Die Menschen um einen rum haben während des Spiels seltsame Gesprächsthemen (Furunkel, Hämorrhoiden, Pickel), was die Konzentration auf das Spiel deutlich mindert; ebenso wie den Appetit auf eine Bratwurst.
Zweite Halbzeit: In-Ruhe-Gucken auf dem elterlichen Sofa.

Vorteile: Das Bier kostet nichts (zumindest mich). Man kennt die Leute, sie mit einem gucken, persönlich, und sie riechen auch weniger streng. Das allgemeine Unsinn-Reden beschränkt sich auf ein Minimum. Man kann mal die Füße hochlegen. Man kann offen weinen, weil Kloppo und der Urs sich nun wohl trennen müssen und sie doch so ein hübsches Paar waren.
Nachteile: Man muss viel lauter schreien, damit der Jubel nach mehr als drei Leuten klingt (ist aber zu schaffen). Die Leute um einen rum sind sehr ehrlich, was die Kommentare angeht (ich äußerte vorsichtig das Ansinnen, mein Glückstrikot noch vor Sonntag zu waschen, weil es inzwischen doch ein wenig streng riecht. Heftiges Auffahren meiner Mutter vom Sofa: “Bist du bescheuert?!”). Man kann die Mutter rausschicken, um ein Tor zu pinkeln.
Um ehrlich zu sein, war die zweite Halbzeit besser. Liegt wohl daran, dass der Lippstädter Rathausplatz nicht der Dortmunder Friedensplatz ist. Bin wohl von der WM noch etwas verwöhnt. Endspiel guck ich trotzdem in der Kneipe.
26. Juni 2008
von Kirsten
Ok, wir haben gegen die Türkei gewonnen, wie und warum auch immer. Es gab Blut zu sehen - und einen tollen Stromausfall - der mich wirklich nachdenklich gestimmt hat. (Das Blut nicht so sehr). Zeitweise hatten wir nämlich das Bild des Schweizer Fernsehens zugeschaltet, und dort gleich einen Flitzer auf dem Schirm, der vom deutschen Kommentator Bela Rethy als “Türkei-Fan” beschrieben wurde. Ein Bekannter, der das Spiel live gesehen hat, sprach aber von einem Flitzer in einer Tibetanischen Fahne - meiner Meinung nach schon ein kleiner Unterschied und durchaus erwähnenswert.
Einerseits ist es ja richtig das mit Terroristen nicht verhandelt wird und Flitzer nicht ermutigt werden sollten, aber andererseits will ich als Zuschauer auch das sehen, was dort vor Ort passiert, den Stromausfall hat mir auch keiner unmerklich wegzensiert. Und eigentlich will ich alles sehen - jeden Blutstropfen, jeden Flitzer und jedes Tor. Beim Nachgooglen wird klar - es gab schon mehere, die alle öffentlich-korrekt-rechtlich rauszensiert und totgeschwiegen wurden. Da hätt ich gern anteilig meine GEZ-Gebühren für wieder. Wenn ich n James Bond ohne Frauen und Autos oder nen Bruce-Willis ohne Hauen und Schiessen im Kino serviert bekome, würd ich auch anstandslos mein Geld wiederbekommen.
26. Juni 2008
von Sebastian
Seit heute früh glaube ich doch ein wenig an die Gleichberechtigung. Nicht, dass wir schon soweit wären, dass inkompetente Frauen nun überdurchschnittlich häufig an Führungspositionen kommen würden. Aber immerhin schon soweit, dass sich männliche Kolumnisten über Bart und Kleidung von Herrn Metzelder auslassen, so geschehen heute in unserer Tageszeitung. Der Bart ginge gar nicht, und diese Schiebermütze sei modisch gesehen ein Horror. Oder so ähnlich.
Könnten wir bitte vorspulen bis zum nächsten Spiel, damit wir wieder über Fußball reden können? (Und ja, ich mag den Bart.)
24. Juni 2008
von Kirsten
… es ist 20.45 Uhr, und kein Spiel wird angepfiffen.
Seltsamer Tag.
23. Juni 2008
von Kirsten
Da brüte ich schon die ganze Zeit über einem Beitrag, in dem ich mit all diesen Opportunisten und Madig-Redern abrechnen will, die mir die Freude an Spielen der deutschen Mannschaft zu verderben versuchen, da sehen ich, dass das schon einer viel schöner in einem Bild alles gesagt hat. Und zwar viel schöner, als ich das je mit Worten könnte.
(Ach ja - und die weltbeste Ex-Mitbewohnerin wird hoffentlich bezeugen, dass ich vor der EM auf die Frage nach dem Europameister mit “Deutschland!” geantwortet habe!)
23. Juni 2008
von Kirsten
Ich bin normalerweise nicht unbedingt dafür bekannt, allzu laut feministische Standpunkte zu vertreten, aber jetzt muss ich doch mal kurz laut werden angesichts der Berichterstattung über weibliche Fußballfans.
Denn dass sich Frauen für Fußball interessieren, wird auf zahlreichen Sendern und in vielen Zeitungen nun als sensationelle Neuigkeit verkündet. Ich kann mir ein Gähnen nicht verkneifen, aber darum, dass viele Frauen schon seit Jahren alle zwei Wochen in deutsche Stadien pilgern, soll es hier mal gar nicht gehen.
Was mich ärgert, sind die Damen Frauen Mädels Subjekte, die sich die Journalisten da für ihre Wortmeldungen immer vor’s Mikro, vor die Kamera oder vor den Schreibblock holen. Die sagen dann nämlich so Sachen wie
- “Ich kenn nur den Ballack, der ist soooo süß. *kicher*”
- “Eigentlich interessiere ich mich nicht für Fußball, aber Länderspiele gucke ich immer. *hihi*”
- “Der Trikottausch nach dem Spiel ist ja auch nicht ohne. *giggel*”
Liebe Journalistenkollegen, darf ich grad mal aufklären: Was Ihr da interviewt, sind keine Frauen. DAS SIND PÜPPIS!. Ich bitte, das beim nächsten Bericht in der Wortwahl zu beachten, sonst gibt es nicht nur ne gelbe Karte.
21. Juni 2008
von Kirsten
Das Ergebnis war u. a. mir zu verdanken:
19. Juni 2008
von marco

Und ich durfte mal wieder Hubschrauber fliegen
19. Juni 2008
von marco
Stillvoll Fussball sehen? Nix mit Bier und Chips:

Künstlicher-Schinken-Brotchips und Gin-Tonic
16. Juni 2008
von Sebastian
Deutschland hat grade unverdient gegen Österreich gewonnen. Im Gegensatz zum Spiel Türkei-Tschechien ist es draussen ziemlich leise.
Frauchen: “Boah, sei froh das wir keine Türken sind, dann müssten wir jetzt laut hupend und Fahnenschwenkend durch die Strassen fahren und wenn wir zurückkommen wäre unser Parkplatz weg und dann würden wir irgendwo parken und hätten morgen ein Ticket.”
16. Juni 2008
von Sebastian
Zum perfekten Fußballabend gehören Chips und Bier. Ersteres macht durstig, letzteres zwingt einen zum häufigen Toilettengang - was dann so endet wie vorgestern, als ich unfreiwilligerweise ein Tor für die Polen gepieselt habe. Was also tun?
Ein namhafter deutscher Chipshersteller hat sich nun offenbar genau dieses Problems angenommen und Chips mit Biergeschmack auf den Markt gebracht. Und da wir hier im EMBLog ja vor nix fies sind (oder sagen wir, ich bin vor nix fies, ich will da nicht für alle sprechen), kommt hier der Selbstversuch. (Ich gebe allerdings zu, dass ich Bier mit Chipsgeschmack wohl nicht so leichtfertig probiert hätte.)
Schon beim Öffnen der Tüte kommt dem hungrigen Fußballfan ein Geruch entgegen, der mit Bier - ähm … so gar nichts zu tun hat. Riecht wie ganz normale Chips, nur mit weniger Paprika. Der Chip selber ist knackig, fettig - so, wie er sein soll. Schmeckt auch wirklich lecker - nur nicht nach Bier, sondern eher nach Käse. Was nicht verkehrt sein muss, aber wenn vorne Bier draufsteht, will ich drinnen auch Bier haben und keinen Käsespieß. Sprich, ich muss das Bier wohl doch weiter trinken. Und zwar sofort, weil die Chips einen Höllenbrand machen.
Und so endet ein ambitioniert begonnener Blogeintrag doch relativ abrupt.
14. Juni 2008
von Kirsten
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